SCH


Schäferhaus
1719 im Westen von Flensburger gegründete Schäferei mit Schankerlaubnis. Schäferhaus wurde von der Stadt zur Armenhilfe angelegt. Die gewonnene Wolle wurde in einem Arbeitshaus versponnen und verkauft. Der Erlös kam den Armen zu Gute.
Weil in Schäferhaus das Wasser fehlte, musste das Vorhaben bald wieder aufgegeben wurden. Die Gastwirtschaft Schäferhaus hingegen am Ochsenweg gelegen brachte reichlich Gewinn.

Schaffer / Schafferamt
Nachbar, meistens der Lehrer oder Küster, der gebeten wurde bei Trauerfesten, Taufen und Hochzeiten, den Empfang und die Betreuung der Gäste zu übernehmen. Dieses Schafferamt (laufender Küster) wurde in manchen Gemeinden bis 1920 gepflegt. Häufig trug der Schaffer zu diesen Festen auch etwas vor und verfasste dazu sog. Schafferstücke.

Schalenstein
Größere Steine und Findlinge mit Vertiefungen. Diese brachten die Menschen dazu die Formen der Vertiefungen zu deuten und ihnen geheimnisvolle Kräfte "anzudichten". Opferschalen, Fruchtbarkeitsschalen, Teufelsschalen usw.

Schaluppe
Siehe unter Schiffstypen.

Schandbrief
In gereimter und oft humoristischer Form geschriebener Brief, der anonym zugestellt wurde und die Schand- und Missetaten des Adressaten enthielt mit der Drohung, den Inhalt öffentlich zu machen.
Scharfrichter
Der mit der Schärfe des Schwertes richtende der seit dem Mittelalter die Todessstrafe vollzog als Nachfolger des Henkers solange gehängt wurde.
Zur Aufgabe des Scharfrichters gehörte nicht nur die eigentliche Hinrichtung sondern auch die Folter zur Geständniserzwingung. Zuständig war er auch für Körper- (Verstümmelung, Züchtigung) und Ehrenstrafen (Pranger, Halseisen usw.). Scharfrichter war ein unreiner unehrenwerter Beruf und darum wurden ihm fast immer auch unangenehme und geächtete Aufgaben wie die Kloakenreinigung, das Abschneiden und die Bestattung von Selbstmördern, die Aufsicht über die Prostituierten übertragen.
Im Amt Gottorf musste der Scharfrichter die Aufgaben des Abdeckers (Kadaverbeseitigung) übernehmen, daneben war er Toillettenreiniger und Gefangenenverpfleger. Außerdem oblag ihm das Einfangen herumtreibender Hunde.
Andererseits hatten Scharfrichter auf Grund ihrer Tätigkeit gute medizinische, vor allem anatomische Kenntnisse. Viele nutzten diese, um sich durch chirurgische Tätigkeiten (z. B. Einrenken oder Schienen und Heilen von Knochenbrüchen), oder die Verabreichung von Heilmitteln aller Art (darunter nicht selten Salben aus Menschenfett) einen Nebenverdienst zu sichern.

Schatzung
Alte Abgabe oder Steuer die nach Schätzung des Vermögens oder Einkommens erhoben wurde. Die Ergebnisse wurden in Schatzungsregistern / -listen festgehalten.
Es gab unterschiedliche Schatzungen: Erb-, Vieh-, Monats- und Kopfschatz.

Schauenburger
Ein Adelsgeschlecht aus dem Wesertal bei Rinteln. (Schaumburg-Lippe) Graf Adolf I. erhielt 1110 vom sächsischen Herzog und späterem Kaiser Lothar die Grafschaft Holstein zu Lehen. 348 Jahre blieben die Schauenburger Herrscher über Holstein und später durch Heirat auch über Schleswig.
Für die Schauenburger Grafen von Holstein war das Herzogtum Schleswig ein willkommener Puffer zwischen ihrem holsteinischen Territorium und dem mächtigen Dänemark.
Durch Landesteilungen (s. d.) der Schauenburger zerfiel Holstein im Laufe des 13. Jh. in fünf Teilstaaten. Es entstanden mehrere Schauenburger Linien.
Im Jahre 1459 starb die Hauptlinie mit dem kinderlosen Adolf VIII. aus. Dieses Grafengeschlecht hatte seit 1111 Holstein als Lehen des deutschen Kaisers regiert.
1640 starb das Geschlecht der Schauenburger mit Otto VII. ganz aus. Die Ländereien wurden geteilt. Pinneberg wurde von Dänemark eingezogen, den Rest teilten sich einige Fürsten.

Schauer
Landwirtschaftliche Scheune oder Unterstand zu Lagerzwecken.

Schauungsmänner
Siehe unter Stuhlmänner.

Scheersberg / Scheersbergfest
Die höchste Erhebung in Angeln mit 70 m über NN. Seit 1706 gab es einen Krug auf dem Schersberg, der 1884 abbrannte und 1903 durch einen Bismackturm im neugotischen Stil des Architekten Prahle aus Flensburg erstetzt wurde. Der Turm selbst ist 32,30 m hoch, die Gesamthöhe über NN beträgt 102 m.
1920 nach der Abstimmung (s. d.) wurde ein Nordmarkfest ins Leben gerufen, dass jährlich am Scheersberg stattfand. Es sollte der Stärkung der deutschen Identität im Grenzland zu Dänemark dienen. Jährlich einmal wurde in einem großen volkstümlichen Treffen ein Treuegelöbnis gegenüber der deutschen Heimat und dem deutschen Volkstum erneuert. Ab 1921 entwickelte es sich zu einem Turn- und Sportfest der Jugend.
Heute ist es das "Scheersbergfest" das 2008 zum 74. Mal stattfand.
Seit 1960 befindet sich die Internationale Bildungsstätte Jugendhof auf dem Scheersberg.

Scheideglocke / Scheidegeläut
Glockengeläut am Sterbetag im Gegensatz zum Trauergeläut am Beerdigungstag.

Schick
Gastgeschenke zu Festen (Hochzeiten, Taufen usw.) in Form von Naturalien (Eier, Hühner usw.) für die sehr üppigen Festessen.

Schiffergelag, Flensburger ....
Gelag = dän. Laug = Zunft.
Das Flensburger Schiffergelag besteht seit 1580 und ist aus der seit 1390 bestehenden St. Marien Kaufmannsgilde hervorgegangen. Sie besteht ununterbrochen bis heute fort. Ursprünglich war sie 1580 eine Kapitänsbruderschaft. Später ein Zusammenschluß von Schiffern. Alle Flensburger Schiffer, welche das Bürgerrecht besaßen, die Handwerksmeister, Segelmacher wie auch die Schiffszimmerer und Reepschläger waren Mitglieder.
Im Jahre 1602 bauten sie ihr Gildehaus, das heute noch bestehende Kompagnietor, da das Schiffergelag zu jener Zeit Kompagnie genannt wurde.
Die Mitglieder nennen sich Brüder, der Leiter ist einer der Ältermänner.
Das Schiffergelag kümmerte sich beispielsweise um verarmte Seeleute, und gab Schiffbrüchigen Unterkunft.
Die Knudsgilde (s. d.) war bis ins 15. Jh. sehr eng mit dem Schiffergelag verbunden
Einnahmen hatte das Schiffergelag aus dem Verkauf von Sand an der Ballastbrücke (s. d.), das Vermieten von Prähmen (s. d.) bei der Reperatur von Schiffen, von Pech- grapen, Pechkellen, Kratzeisen und Teerquasten. Außerdem handelte das Gelag mit Schiffsausrüstungen Teer, Pech, Werg, Hanf u. a. Stoffen.
Das Sonderburger Skipperlaug besteht seit 1571.
Es gab noch Schiffergesellschaften in Hadersleben, Husum, Kappeln und Arnis.

Schiffstypen, alte ..
Die Beschreibung alter Schiffstypen ist sehr schwierig, da ohne Formalität und Regel und ohne Pläne nach Gefühl gebaut wurde. Das gilt besonders für die kleineren Schiffe.
1750 gehörten 113 Schiffe mit zusammen 2996 Kommerzlasten Ladefähigkeit zur Flensburger Flotte. 1807 waren es 217 Schiffe mit 14.806 Kommerzlasten (s. d.).
Eine Kommerzlast entsprach fast genau zwei Registertonnen.
Bark: Ursprünglich dreimastiges Schiff. Später auch vier- und fünfmastiges Segelschiff. Schiffe mit mehr als drei Masten nennt man Viermastbark usw. Sie trägt am vorderen Mast Rahsegel und am letzten Mast Gaffelsegel. Die "Gorch Fock war eine Bark.
1807 gehörten 14 Barkschiffe zur Flensburger Flotte.
Brigg: Siehe unter Brigantine (französischer Ausdruck für Brigg)
Brigantine: Ursprünglich ein kleineres Segelkriegsschiff, das auch gerudert wurden konnte. Kampfschiff der Piraten. Ab Ende des 17. Jh. Segelschiff mit zwei Masten. Der vordere war der Fockmast, der hintere der Großmast. Am Fockmast führt dir Brigantine viereckige, querformatige Rahsegel und am Großmast trägt sie Schratsegel. Die Brigantine stellt eine Mischform aus Brigg und Schoner dar.
1807 gehörten 76 Brigantinen zur Flensburger Flotte.
Ewer: Vermutlich vom holl. Envarer = Einfahrer, was auf ursprüngliche Einmannbesatzung hindeutet. Es war ein kleiner aus Friesland stammender Segelschifftyp mit Flachkiel und einem oder zwei Masten. Einmastige waren Giek-Ewer, zweimastige waren Besan-Ewer. Der Ewer war seit dem Mittelalter bekannt. Erste Erwähnung fand der Ewer 1252. Besonders als Frachtschiffe in der Küstenschifferei eingesetzt.
Fleute: Langes Handelsschiff holländischen Ursprungs mit rundem Achterschiff mit stark eingezogenen Seitenwänden. Sie hatte einen flachen Boden und eine lang gestreckte bauchige Form. Sie entstand Ende des 16. Jh. und spielte bis ins 18. Jh. in der europäischen Handelsschifffahrt eine führende Rolle. Sie war einfach zu segeln und hatte ein großes Ladevolumen. Ein streng rational gebautes Schiff ohne zierende und unnütze Aufbauten. Später wurde sie durch die Galiot abgelöst.
Fregatte: Im 18. u. 19. Jh. Schiff mit einer Volltakelage. Im 16. Jh. relativ kleines schnelles Kriegsschiff mit niedrigen Aufbauten an Bug und Heck. Bis Mitte des 18. Jh. wurden viele Kriegsschiffe als Fregatte bezeichnet. Getakelt waren sie grundsätzlich als Vollschiffe.
1807 gehörten 37 Fregatten zur Flensburger Flotte.
Galeasse: Weiterentwicklung der Gallere. Segelschiff, das auch gerudert wurden konnte. Ein mit Gaffelsegeln ausgestattetes Schiff. Es wurde als Kriegsschiff benutzt. Während bei Galleren alle Kanonen am Bug konzentriert waren und nur nach vorne schießen konnten, waren sie bei den Galeassen über das ganze Schiff verteilt und konnten auch seitlich feuern.
1807 gehörten 67 Galeassen zur Flensburger Flotte.
Galeone: Segelschiff aus der 1. Hälfte des 16. Jh. Es wurde stark weiterentwickelt und war zu Beginn des 17. Jh. ein großes Kriegsschiff, das mit vielen Kanonen bestückt war. Sie war das Standdard-Kriegs- und Handelsschiff des spanischen Königreichs. Sie hatte drei bis fünf Masten, die mit Rahsegeln versehen waren. Hohe seitliche Aufbauten behinderten das Entern durch Seeräuber, machten sie beim Segeln aber auch schwerfällig.
Galeote: Zunächst Name für kleine Galeeren mit etwa 16 - 20 Riemen an jeder Seite, die aber jeweils nur von ein bis zwei Mann gerudert wurden. Später bezeichnete man auch mittelgroße, sehr schnell segelnde Fahrzeuge die im Seekrieg eingesetzt wurden als Galeote. Die Ruderer waren gleichzeitig mit Musketen bewaffnete Soldaten. Teilweise waren diese Schiffe auch mit Geschützen versehen.
1750 gehörten 60 Galeoten zur Flensburger Handelsflotte.
Huker: Im 17. u. 18 Jh. der bedeutendste Fischereischiffstyp in der Nordsee. Er war geeignet flache Gewässer zu befahren und wurde in der Grönlandschiffahrt zum Robbenfang eingesetzt.
Karacke: Segelschiff des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit. Erstmals tauchte der Schiffstyp im 14. Jh. auf und war bis weit ins 17. Jh. weit verbreitet. Sie war ein Dreimaster, im 16. Jh. auch Viermaster und war in Kraweelbauweise ausgeführt.
Knorr: Frachtschiff aus der Wikingerzeit das im Schnitt 16 - 18 m lang war, hochseetauglich und bis zu 60 Tonnen Fracht tragen konnte.
Kraweel: Ein Handelsschiff der Hanse mit größerem Rumpf, glatter Oberfläche und höherer Geschwindigkeit als andere Schiffstypen dieser Zeit. Die Bauweise stammte aus dem Mittelmeerraum.
Kuff: Flachschiff mit Segeln das fast bis an den Strand fahren konnte und zur Verladung von Ziegeln und von Kohle diente. Sie sind Ewern (s. d.) vergleichbar.
Pinasse: Im 16. 17. Jh. kleines hochseefähiges Schiff mit Schonertakelage und Möglichkeit es zu rudern. Sie hatte drei Masten und war neben England und den Niederlanden auch an der Nordsee verbreitet.
Pinkschiff: Dreimastiges Lastsegelschiff mit Lateinsegel am hinteren Mast. Segelschifftyp mit spitzem Heck.
Prähme Flacher offener breitbordiger Lastkahn.
Schaluppe: Größeres einfaches Frachtschiff der Küstenschifffahrt. Einmastsegler mit langem Bugsprit. Sehr schnelles Segelschiff. Kleiner Handelssegler aber auch Piratenschiff.
Schmacke: Schmackschiff. Es war ein einmastiger Küstensegler mit flachem Boden und geringem Tiefgang der gut für die Wattschifffahrt geeignet war. Sie fasst 50 bis 80 Mann. Schmacken brachten die Walfänger von den Inseln zu ihren Reedereieinen in Amsterdam, London oder Kopenhagen. Die Aufbauten waren so flach, dass die Männer darin nur liegen konnten.
Schnau: Zweimastiger Rahsegler mit typischem Schnaumast (Quermast am Hauptmast). Etwas kleiner als die Brigg. Ein hervorragender Segler.
Schoner: Segelschiff mit zwei Masten das vornehmlich mit Rahtopp getakelt wurde. Am ersten Mast hatte es ein Schonersegel, am zweiten ein Großsegel und am dritten ein Besansegel. Der vordere Mast war kleiner oder gleichgroß wie der hintere. Später gab es auch Schoner mit mehr Masten. 1880 entwickelte sich der reine Gaffelschoner. Für die Bedienung der Segel war nur eine kleine Mannschaft erforderlich. Der erste verbürgte Stapellauf fand 1713 in Amerika statt.
Yacht / Jacht: Im 17. Jh. in Holland als Plattbodenschiff gebaut. Spielte in der Kriegs- und Handelsschifffahrt keine Rolle.

Schift
Landstück. Wechseläcker mit mehreren Bauern. Teilstück einer Wiese. Wurde durch Vermagschiftung (s. d.) zusammengelegt.

schiften
1) Austausch von Landstücken
2) Im nordfriesischen Verlobung = Wechseln der Ringe und Austausch von Brautgeschenken. Sehr häufig erhielt der Bräutigam eine Meerschaumpfeife mit Silberbeschlag und die Braut eine goldene Kette oder Armband.

Schimmelreiter
1888 von Theodor Storm geschriebene Novelle. Hauptfigur war der fiktive Deichgraf Hauke Haien, der aber auf historische Vorbilder zurückging. Eine gespenstische Geschichte mit viel Hintergrunderfahrung zum Deichbau (s. d.) und den Sturmfluten (s. d.).
Die Novelle wurde 1934, 1978 und 1994 dreimal verfilmt.

Schinder
Auch Abdecker oder Racker genannt. Er war für die Beseitigung toter Tiere (Viehseuchen) zuständig. Eigenständiges Vergraben größerer toter Tiere durch die Bauern wurde streng bestraft.
Sein amtlicher Titel war "Meister Kaltschlachter". Der Schinder oder Abdecker bekleidete ein öffentliches Amt. Er lebte von seinem Lohn (Taggeld und freie Wohnung) den er dafür erhielt und von den Fellen der toten Tiere. Wegen des Gestanks der von seiner Tätigkeit ausging und auch ihm anhaftete, musste er außerhalb der Ortschaften wohnen. Oft gehörte auch das Einfangen und Töten streunender Hunde zu seinen Aufgaben.
In einigen Orten war der Schinder auch für die Beseitigung von Selbstmördern zuständig und musste sie aus dem Todeshaus holen und außerhalb der Kirchhofsmauer begraben.
Der Schinder wurde von jedem gemieden und man durfte mit ihm nicht in Berührung kommen. In der Gastwirtschaft hatte er ein eigenes Trinkglas ohne Fuß, damit er es halten musste und nicht absetzen konnte. In vielen Kirchen gab es eine Schindertür. Nur durch diese durfte der Schinder die Kirche betreten und im Schinderstand (abgeteilter Raum der ihn den Blicken der Gläubigen verbarg) Platz nehmen.
Wer einen Schinder berührte oder ihm Handreichungen machte war für immer aus der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen
Schipp / Schipp Landes
1) Getreidemaß im Schleswigschen; der achte, seltener der 10. Teil einer Tonne.
1) Landmaß. Ein Schipp Landes war so viel, als man mit einem Schip Korn besäen konnte. Später rechnete man acht Schipp auf eine Tonne.

Schlafbänke
Im 16. Jh. herrschten in den Bauernhäuser zum Schlafen Schlafbänke vor. Die tagsüber zum Sitzen verwendet wurden. In besseren Häusern waren sie mit Kissen gepolstert.

Schlagfluss
plötzliche Krankheit wobei die Kranken ihrer Sinne beraubt wurden und unempfindlich und unbeweglich da lagen und schwer atmend Luft holten. Es war eine sehr häufige Todesursache damaliger Zeit.

Schlei
Flussähnlicher Meeresarm der Ostsee. Sie war ein vom Meer überfluteter Schmelzwasserfluss der letzten Eiszeit. Mit 42 KM die längste Förde in Schleswig-Holstein. Sie ist durchschnittlich 1,3 KM breit und etwa 3 m tief. Sie beginnt in Kappeln (s. d.) und endet in Schleswig (s. d.) und trennt die Landesteile Angeln (s. d.) und Schwansen (s. d.) voneinander.
Um 1150 herum war die Schlei einer der wichtigsten europäischen Schifffahrtswege (s. u. Haithabu und Winkinger).

Schleswig, Barockgarten und Globus in ....
Siehe unter Barockgarten.

Schleswig (Herzogtum)
Nach den Vereinbarungen zwischen Karl dem Großen (747 - 814 n. Chr.) und dem dänischen Wikingerkönig Gudfred (804 - 810 n. Chr.), sowie zwischen dem deutschen könig Konrad II. (990 - 1039) und dem dänischen König Sven Gabelbart (965 - 1014) lag die Grenze zwischen dem Frankenreich bzw. dem späteren Heiligen Römischen Reich und Dänemark an der Eider.
Nördlich dieser Grenze setzte der dänische König Stadthalter (Jarls s. d) ein. Diese waren Mitglieder der Königsfamilie. Der Königssohn Abel nannte sich nach deutschem Vorbild Herzog von Schleswig.
1312 wird Erich II. mit dem Herzogtum Schleswig belehnt. 1326 verlehnt König Waldemar das Herzogtum an seinen Vormund Gerhard III.
1386 starb das Schleswiger Herzogsgeschlecht aus und die Schauenburger (s. d.) erzwangen vom dänischen König ihre erbliche Belehnung mit dem Herzogtum Schleswig. Nun erwarb der holsteinische Adel viel Besitz im Herzogtum Schleswig.
1459 starb das Schauenburger Geschlecht aus. Dem Adel in beiden Herzogtümern war daran gelegen, dass weiterhin die gleichen Herren regieren sollten und sie wählten König Christian I. von Dänemark zu ihrem Landesherrn. Dabei wurde 1460 im Vertrag von Ribe (s. d.) festgelegt, dass die Herzogtümer Schleswig und Holstein auf ewig ungeteilt sein sollten.
1544 aber teilte König Christian III. die Herzogtümer für sich und seine zwei Stiefbrüder in drei Teile auf. Jeder bekam in Schleswig-Holstein an allen Stellen etwas und aus den Herzogtümern wurde ein Flickenteppich. 1580 starb die Harderslebener Linie und es wurde erneut auf zwei aufgeteilt.
1564 kam es durch König Friedrich II. von Dänemark zu einer weiteren Landesteilung, da er mit seinen Söhnen teilte.
Das Herzogtum Schleswig versuchte mehr Unabhängigkeit von der dänischen Krone zu bekommen und die herzogliche Linie Gottorf suchte die Allianz zu Schweden. Im Großen Nordischen Krieg besetzte daraufhin Dänemark 1713 den herzoglichen Anteil Schleswig. Nun war das Herzogtum Schleswig wieder vereint in königlich dänischer Hand. Erst 1773 kam es zu einer Vereinigung auch mit dem Herzogtum Holstein.
1830 nach Aufkommen der Nationalen Bewegung (s. d.) gab es von dänischer Seite erneut Bestrebungen das Herzogtum Schleswig in das dänische Königreich zu integrieren und von Holstein zu trennen. 1848 protestierten die deutschen Liberalen dagegen und forderten die Aufnahme Schleswigs in den deutschen Bund (s. u. Norddeutscher Bund). Das hatte blutige Auseinandersetzungen zwischen Dänemark, Schleswig-Holstein, Preußen und deren Verbündete zur Folge (s. u. Kriege). Nach der Niederlage von 1851 verschärfte die Dänische Politik ihre Drangsalierung im Herzogtum Schleswig (s. u. Sprachreskript).
Änderung brachte der deutsche Krieg von 1866. Im Prager Frieden wurde 1867 bestimmt Schleswig und Holstein zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein zu machen.
Das Herzogtum Schleswig hatte sein Ende gefunden.

Schleswig (Stadt)
Kreisstadt an der Schlei. Der Name kam aus dem dänischen und bedeutete "Bucht der Schlei".
Im Jahre 804 wurde Schleswig das erste Mal als Sliasthorp erwähnt. Zunächst war Schleswig eine Nebensiedlung des bedeutenden Handelszentrums Haithabu (s. d.).
Um 900 eroberten schwedische Wikinger unter König Olaf II. (995 - 1030) die Gegend.
934 machte König Knuba (um 934 war er König von Dänemark) Schleswig tributpflichtig.
947 gründet Kaiser Otto I. (912 - 973) des Heiligen Römischen Reiches das Bistum Schleswig.
983 erobert der dänische König Harald Blauzahn († 987) die Gegend zurück.
Als Haithabu 1066 von den Slawen zerstört wurde, übernahm Schleswig die Bedeutung und wurde der bedeutendste Umschlagplatz des nordeuropäischen Handels.
1134 wurde der Dom erwähnt. (s. u. Dom zu Schleswig).
1161 wurde Schloss Gottorf (s. d.) erwähnt, das auf Schleswiger Grund gebaut wurde.
1356 starben 4/5 der Schleswiger Bevölkerung an der Pest.
Nach der Reformation wurden bis auf wenige Ausnahmen im überbordenden Glaubenseifer fast alle Kirchen gewüstet (bis auf die Grundmauern zerstört).
1528 wird das Franziskanerkloster ein Armenhaus.
Nach der Landesteilung (s. d.) der Herzogtümer Schleswig und Holstein 1544 wurde Gottorf die Residenz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf.
1721 nach Verlust der Residenzfunktion wurde Schloss Gottorf Sitz des Obergerichts der Regierungs- und Justizbehörde für das gesamte Herzogtum.
1755 entsteht eine Fayencemanufaktur.
1843 wurden Regierung und Gericht getrennt und die Ständeversammlung eingeführt die ihren Sitz in Gottorf hatte.
1848 brach der Bürgerkrieg aus und es kam am 23. April 1848 zur Schlacht bei Schleswig und die Stadt verlor nach der Neuordnung sämtliche herzoglichen Behörden.
1864 wurde Schleswig preußisch.
Von 1868 bis 1917 wurde Schleswig Sitz der Bezirksregierung. Danach wurde Kiel Provinzhauptstadt.
Heute ist Schleswig Sitz des Oberlandesgerichts, des Landesarchivs, des Landesmuseums für Kunst und Kunstgeschichte und des Archäologischen Museums.

Schleswig-Holsteinische Erhebung
Siehe unter Nationale Erhebung und Erhebung.

Schleswig-Holsteinische Farben / Fahne / Flagge
Blau-Weiß-Rot ist eine Kombination aus den Farben des Herzogtums Schleswig (blau-gelb) und des Herzogtums Holstein (rot-weiß). Die Landesflagge entstand zu Beginn des 19. Jh. als antidänische patriotische Flagge und ist wahrscheinlich studentischen Ursprungs. 1840 wurde sie erstmals verwendet. 1844 wurde ie blau-weiß-rote Fahne beim patriotischen Schleswiger Sängerfest gezeigt und auch Sängerfahne genannt. Die dänische Regierung sah in ihr eine Gefahr und verbot sie am 31. 7. 1845. Von 1848 bis 1850 wurde sie zum Symbol für die Erhebung (s. d.) gegen Dänemark.
Preußen hat sie offiziell nie anerkannt und erst mit der Bildung des Landes im Jahre 1945 wurde sie offizielle Fahne. 1949 wurde sie offiziell von den Alliierten anerkannt. Aber erst am 18. 1. 1957 verabschiedete der Landtag ein Gesetz, das Wappen und Flagge festlegte. Die Landesflagge kann von jedermann frei benutzt werden.

Schleswig-Holsteinische Geschichte
"Die Geschichte Schleswig-Holsteins ist so kompliziert, dass nur drei Menschen sich darin auskannten: Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, der Prinzgemahl der Queen Victoria, aber der sei schon tot; ein deutscher Professor - aber der sei verrückt geworden; er selbst, Lord Pam - aber er habe alles wieder vergessen, zum Glück, sonst wäre er auch noch verrückt geworden."
(vom britischen Premierminister Lord Palmerston - Zeitgenosse und Gegenspieler von Bismarck)
Darum an dieser Stelle gar nicht erst ein Versuch.

Schleswig-Holstein-Lied
"Schleswig-Holstein meerumschlungen" ist die Hymne des Landes. Sie preist die Einheit der Herzogtümer Schleswig und Holstein (Doppeleiche, stammverwandt). Erstmalig wurde sie am 24. Juli 1844 beim Schleswiger Sängerfest unter dem Jubel von 12.000 Schleswig-Holsteinern vorgestellt. Die Melodie stammt vom Schleswiger Kantor Carl Gottlieb Bellmann. Der ursprüngliche Text von dem Berliner Karl Friedrich Straß traf nicht die damalige schleswig-holsteinische Stimmungslage und wurde kurz vor dem Fest von dem Advokaten Matthäus Friedrich Chemnitz umgetextet und dem Willen nach Einheit und Unabhängigkeit der Herzogtümer angepasst.
Ursprünglich wurde es mit sieben Strophen gesungen.
Auf dem Rückweg von Schleswig sang jeder das neue Lied. Alten Männern standen Tränen in den Augen. Fremde lagen sich in den Armen. In wenigen Tagen hatte das Lied allgemeine Verbreitung gefunden.
(siehe auch unter "Up ewig ungedeelt")

Schleswigsche Geest
Landstrich im Norden zwischen der nordfriesischen Marsch und dem östlich gelegenem Angeln. Im Süden geht die Geest (s. d.) in die Eider-Treene-Nierung über und wird im Norden durch die deutsch-dänische Grenze begrenzt. . Die Geest gehört zu den wenig fruchtbaren Böden. Ab dem 6. Jh. wurde die schleswigsche Geest von den Dänen und Jüten besiedelt. Einer der wichtigsten Verkehrswege alter Zeit, der Ochsenweg (s. d.) verlief durch die Schleswigsche Geest.
Im 18. Jh. um 1761 bis 1765 wurden Heide- und Moorkolonisten (s. d.) in der Schleswigschen Geest angesiedelt. Insgesamt waren es mit den Familienangehörigen gut 4.000 Personen.
Die Schleswigsche Geest umfasst folgende Harden:
Karrharde, Wiesharde, Uggelharde, Norder Goesharde, Süder Goesharde, Ahrens- und Treiaharde, Kopperharde, Hohnerharde.

Schlickläufer
Postboten die zu Fuß bei Ebbe durchs Watt liefen und Inseln und Halligen mit Post versorgten. Siehe dazu auch unter Wattpost.
Der erste Schlickläufer von Wyk nach Föhr war eine Frau, die 14tägig später auch ein- bis zweimal wöchentlich übers Watt nach Utersum und zurück lief. 1802 übernahm die Post mit einer Postjolle die Versorgung und die Zeit der Schlickläufer ging zu Ende.

Schloss Glücksburg
Residenzschloss im Norden der Bundesrepublik Nahe Flensburgs. Es zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Nordeuropas. Es war Sitz der Herzöge des Hauses Schleswig-Holstein und zeitweise auch Residenz dänischer Könige. Zu regelmäßigen Besuchen kam auch die letzte deutsche Kaiserin Auguste Victoria (1858 - 1921).
Das Land rund um das spätere Schloss wurde im 16. Jh. ausgehoben, mit einem Wall eingefasst und die Schwennau und Munkbrarupau zu einem See aufgestaut.
Den Auftrag zum Bau gab 1581 Herzog Johann (Hans) der Jüngere (1545 - 1622), Sohn des dänischen Königs Christian III., der durch Erbgang das Rudekloster (s. d.) von seinem Bruder bekommen hatte.
Am 21. 12. 1582 wurde auf dem Gelände des abgebrochenen Klosters der Grundstein gelegt. Für 6.000 Mark Lübsch baute es der Baumeister Nicolaus Karies von 1582 bis 1587.
Herzog Johann (Hans) der Jüngere verlegte seine Hauptresidenz von Sonderburg nach Glücksburg. Nach seinem Tod regierte hier dann eine Teillinie des Herzoghauses bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1779. Noch Mitte des 19. Jh. war es die bevorzugte Sommerresidenz des dänischen Königs Friedrich VII. (1808 - 1863) des letzten Sprosses im Mannesstamm des Oldenburg'schen Königshauses.
Das Schloss trägt über dem Eingangstor die Inschrift: "GGGMF = Gott gebe Glück mit Frieden".
In der Hausgruft neben der Kapelle sind 38 Angehörige der herzoglichen Familie bestattet. Die letzte Bestattung fand 1811 statt.
Während des Schleswig-Holsteinischen Kriegs 1848 - 1850 zogen am 11. April 1848 gut sechzig dänische Soldaten in das Schloss ein. Als sie es beim Rückzug verlassen mussten, da zerstörten, verwüsteten und plünderten sie das Schlossinnere und die Kapelle auf das Schlimmste. Was nicht niet- und nagelfest war wurde mitgenommen und der Rest zerstört, oder an die Glücksburger Bevölkerung verramscht.
Am 15. 11. 1863 starb König Friedrich VII. von Dänemark auf Schloss Glücksburg.
Im Zweiten Schleswigschen Krieg 1864/65 diente das Schloss auch als Kaserne und Lazarett.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges nahm Reichsminister Albert Speer das Glücksburger Schloss als Quartier und wurde dort am 23. Mai 1945 von den Alliierten verhaftet. Bis zum Sommer 1945 diente das Schloss als Haftanstalt für gefangen genommene deutsche Offiziere.

Schloß Glücksburg - Rangfolge der Bediensteten
Herzog Philipp Ernst führte 1728 eine Rangordnung für seine Schlossbediensteten ein:
1) Hofmeister oder Hofmarschall war der höchste Beamte im Herzogtum und Stellvertreter des Fürsten.
2) Kammerjunker. Begleiter, Gesellschafter und absolut verschwiegener Vertrauter des Fürsten, der immer aus adeliger Familie stammte.
3) Kammerpage. Auch er war adeliger Herkunft. Er war ein junger Adelssohn, der zum Höfling ausgebildet wurde.
4) Oberförster. Er musste nicht von Adel sein.
5) Sekretär oder Amtsschreiber. Er verwaltete die herzogliche Kanzlei und führte die herzogliche Korrespondenz und verwaltete die täglichen einnahmen und Ausgaben.
6) Amtsverwalter. Er war Verwalter aller Güter.
7) Bereiter. Seiner Obhut unterstanden die rd. 25 Reit- und Kutschpferde und die Kutscher, Postreiter, Reitknechte und Vorreiter.
8) Bürgermeister von Aerösköbing auf der Insel Aeroe, der einzigen Stadt im Glücksburger Reich.
9) Kammerinspektor. Seine Aufgabe war es Ding und Recht zu heben, Contributionen und Brüchegelder einzutreiben und die Aufsicht über Dämme und Vorwerk zu halten.
10) Maitre d`hotel. Er war der Hausvogt, der Wirtschaftsleiter des Schlosses, dem Keller und Küche anvertraut waren. Er führte die Köche, bestimmte den tägl. Küchenzettel und bereitete die fürstliche Tafel.
11) Kammerdiener. Er half beim An- und Auskleiden und musste der Herzog barbieren (rasieren und verarzten)
12) Conditor und Mundschenk.
13) Hof-Musici (Hofmusikanten) mit 2 - 3 Musikern und dem Hofsänger. Sie sorgten für musikalische Unterhaltung und erteilten den Kindern der fürstlichen Familie Musikunterricht
14) Zwei Trompeter. Sie bliesen jeden Mittag und Abend zur Tafel. Sie mussten auch dem Hof-Musici zur Verfügung stehen.
15) Silberdiener und Tafeldecker
16) Zwei Mundköche die täglich etwa 50 Personen am Schloss zu bekochen hatten. Die übrigen Bediensteten aßen außerhalb des Hofes.
17) Oberjäger. Er schützte die Hölzungen und Gehege, jagte bei den Mankjagden (s. d.) und war für die fürstliche Hundehaltung zuständig.
18) Leibdiener. Er begleitete den Fürsten auf Reisen und erledigte persönliche Botengänge und wartete bei der fürstlichen Tafel auf.
19) Sechs Lakaien des Fürsten und seiner Gemahlin.
20) Zwei Hegereiter.
21) Hofgärtner. Er bearbeitete den Park, Lust- und Küchengarten mit Kräutern und Mistbeeten, einen Obstgarten und Kartoffelland.
22) Dingschreiber. Er war der Schreib- und Rechenmeister der nur für die Protokollführung beim Küsterdienst und beim 14tägigen Hofgericht zuständig war.
23) Kochgesellen
24) Zwei Leibkutscher
25) Zwei Reitknechte
26) Postreiter. Er brachte täglich Post nach Flensburg und holte sie von dort.
27) Zwei Vorreiter. Sie ritten der vierspännigen Kutsche des Herzogs voraus und sorgten für sichere Fahrt.
28) Bauknecht. Er tat Dienst auf dem Meierhof.
29) Zwei Feuerböter. Sie sorgten für die Beheizung des Schlosses.
30) Husar. Ein abgedankter Soldat als Wächter und Pförtner. Nebenher versah er auch den Dienst des Gefängniswärters.
Nicht ausdrücklich eingestuft wurden die fürstlichen Hofprediger, der Belgetreter, der Hofbäcker, der Hofbrauer, der Hofhandwerker, der Hofjude (er erledigte Geldangelegenheiten), der Schiffer, der Schornsteinfeger, der Tanzmeister und die kleinen Hofleute.

Schmacke
Siehe unter Schiffstypen.

Schnau
Siehe unter Schiffstypen.

Schneevogt
Anhaltendes Schneetreiben auf kurvigen Straßen Angelns zwischen Wällen und Knicks führte sehr schnell zu einem absoluten Stillstand des Verkehrs. Das Freischaufeln der Wege zwischen den Dörfern und zu den Städten war geradezu eine Lebensfrage. Um dieses zu organisieren hatte jede Gemeinde ihren Schneevogt, der alle männlichen Einwohner zum Schneeschaufeln aufrief und nach seinen Weisungen einsetzte.

Schnüsch / Schnusch
Typisches Sommergericht der angeliter Bauern aus frischen Bohnen, Erbsen, Wurzeln und klein geschnittenen Kartoffeln in heißer Milch mit Butterklümpchen und geräuchertem Schinken.

Schnur
Schwiegertochter.

Schöte, Verschötung
Förmliche Rechtsübertragung beim Thinggericht. Als Zeichen der Besitzübertragung bei Verkauf oder Vererbung von Land wurde dem Käufer oder Erben eine Sode des betreffenden Grundstücks in den Schoß gelegt. Daher vermutet man, dass das Wort "Schöte" entweder von Sode oder Schoß kam und das Zitat "In den Schoß legen" begründete.
Der Brauch der Verschötung wurde bis etwa 1660 gepflegt.

Schötebrief / Schötebuch

Der Schötebrief wurde bei der Verschötung aufgesetzt und enthielt alle Bedingungen und Formalitäten der Landübertragung.

Schollenband / Schollenzwang
Verpflichtung aller Gutsuntergehörigen (Leibeigenen) zum Verbleib im Bereich des Gutes. Viele entzogen sich diesem unfreien Leben durch Flucht.
(siehe auch unter Heimatzwang)

Schonen
Historische Provinz im Süden Schwedens die bis ins 17. Jh. zu Dänemark gehörte.

Schoner
Siehe unter Schiffstypen.

Schornsteinfeger
Bis ins Spätmittelalter reinigten die Hausbewohner mehr schlecht als recht ihre Schonsteine selbst. Zur Bildung des Berufs Schornsteinfegers kam es im 16. Jh. als der Zusammenhang zwischen Kaminverunreinigung und Verrußung und Feuerschäden immer bekannter wurde. Die Städte förderten diese vorsorgende Entwicklung. Im 17. Jh. bildeten sich erste Zünfte bzw. Innungen der Schornsteinfeger oder Kaminkehrer. Sie reinigten nicht nur die Kamine sondern kümmerten sich auch um Bauvorschriften (z. B. keine Holzbalken im Bereich der Schornsteine). Im 18. Jh. kam es zu ersten Feuerschutzbestimmungen in den Städten.
1749 stellte die herzogliche Verwaltung des Schlosses Glücksburg einen Schornsteinfeger für das Schloss und die dazugehörenden Gebäude ein. 1950 ordnete Herzog Friedrich an, dass er auch im Flecken Glücksburg, im Kirchspiel Brarup und im fürstlichen Territorium Angelns zweimal jährlich auf Kosten der Hauswirte die Schornsteine zu fegen hatte.

Schrage
Satzung der Flensburger Knudsgilde (s. d.).

Schrangen
1595 entstand in Flensburg am Nordermarkt in der Gemeinde St. Marien eine offene Markthalle in der Bäcker und Schlachter ihre Marktstände hatten, der Schrangen als Verbindung zwischen der Kirche und dem Marktplatz. Baumeister war der Westfale Laurenz Ubbing.
An den Schrangen befindet sich auch der Pranger mit Halseisen.

Schuld- und Pfandprotokolle
Vorgänger heutiger Grundbücher bis zu deren Einführung am 27. Mai 1873.
Eingetragen wurden die Schulden der Grundbesitzer unter Verpfändung ihres Grundbesitzes. Hauptzweck war die Absicherung der Gläubiger.
Als Anlage gehörten zu den Schuld- und Pfandprotokollen die Neben- und Contraktenbücher mit sehr detaillierten Eintragungen zu den Höfen und deren Bewohner.
1650 wurden die Schuld- und Pfandprotokolle im königlichen Teil der Herzogtümer verpflichtend. Es erging Eintragungszwang für Schulden und Verträge.
1734 wurden sie Pflicht für Städte, Ämter und Landschaften.
Aufgezeichnet waren in ihnen Veränderungen und Belastungen im Grundbesitz. Es gab sie bereits im Mittelalter. Im 16. Jh. waren sie allgemein im Gebrauch. Jeder Eingesessene erhielt später für jedes Grundstück ein Kartenblatt.
Geführt wurden sie als Personalfolien (jeder Landbesitzer hatte ein besonders Blatt) oder als Realfolien (jede Landstelle erhielt ein besonderes Blatt). Ergänzend dazu wurden dazu Neben- oder Kontraktenbücher geführt in welche sämtliche Verträge im Wortlaut abgeschrieben wurden. Dazu gehörten: Kauf- und Erbverträge über Höfe, Abnahmeverträge für Altenteiler, Aufnahme von Grundschulden, hin und wieder auch Eheverträge.
Ab 1813 mit Einführung der Bankhaft war es Vorschrift für jedes Grundstück ein Blatt zu führen. Es gab aber Befreiungsmöglichkeiten und so kam es bis 1884 vor, dass Grundstücke kein Blatt hatten.
Eine sehr ausführliche Darstellung findet sich: (Otto Thiesen, Schleswig, "Das Schuld- und Pfandprotokoll als Quelle der Familienforschung, Jahrbuch des Angler Heimatvereins, 3. Jg. 1932, Seite 48 - 54)
Schulbücher, erste ..... im Norden
* Katechismus-Fibel für den Leseunterricht (1565 in Lübeck)
* Bibel und Gesangbuch teilweise bis 1840 noch einziges Lesebuch.
* Holsteinische Rechenschule von Heinrich tho Aspen (1676)
* Das Rechenbuch von Krey (1682)
* Das Arithmetische Lehr- und Rechenbuch von Johann Mohr (1745).
* Kinderfreund, Lesebuch (1776)
* Versuch eines Unterrichts in den vier Species für Kinder von Andreas Grüning (1782)
* Rechenbuch für Kinder zum Gebrauch in Schulen (1783)
* Die Dorfgesellschaft, Lesebuch (Hamburg 1791)
* Sonntagsfreuden des Landmanns, Lesebuch, (Kiel 1791)
* Rechnen für Anfänger von Kroy
* Der deutsche Kinderfreund, Lesebuch (Flensburg 1810)
* Die Holsteinische Rechenschule, Rechenbuch (1676).
* Das Artithmetische Lehr- u. Rechenbuch (Schleswig 1745)
* Krogmanns gemeinnütziges Rechenbuch (1787 - 1836 in acht Auflagen in Altona)
* Leitfäden für Geschichte und Erdkunde (1800)
* Saßsches Rechenbuch (1841)
* Lesebuch "Schleswig-Holsteinischer Gnomon" 189 Themen geschrieben von 80 Schleswig-Holsteinern (1843)
* Leitfaden für Naturkund (1850)
* Realienbücher für Sachkenntnisse (Schleswig 1896)
1851 während des dänischen Sprachreskripts wurden die
Schulen mit folgenden dänischen Schulbüchern versorgt:
* dänische Kinderfreunde
* dänisches Lesebuch Hjörte Börensen
* dänische Katechismen
* dänische Biblische Geschichten
* dänische Lesetabellen
* dänische Neue Testamente
* dänische Gesangbücher
Husbyer Schüler demonstrierten gegen diese dänischen Lehrbücher indem sie das Bild seiner Majestät Fredriks VI. zerrissen. Für die Wiederbeschaffung der Bücher mussten von den Eltern von jeder Tonne Landes 11/2 Schilling Courant gezahlt werden.
Erst nach der Schulverordnung von 1845 gab es für Erd- und Naturkunde erstes Anschauungsmaterial.

Schule und Unterricht
Erste Unterweisungen der Kirchen bestanden im Auswendiglernen und Heruntersagen des Vaterunsers und des apostolischen Glaubensbekenntnisses. Beides musste von Paten (Gevattern) bei der Taufe hergesagt werden können. Daraus entsprang das erste Lesenlernen. Erst mit der Reformation setzte verbreitet richtiger Schulunterricht für Kinder ein. Die ersten niederen Schulen gab es aber nur in den Städten.
1522 Erste Lateinschule in Husum reformiert.
1528 Das Graukloster in Husum wurde Schule.
1524 fordert Martin Luther die Ratsherren der Städte auf Schulen einzurichten. Vorher gab es nur Lateinschulen in Verbindung mit Kirchen und Klöstern.
1538 wurde nachweislich in Bredstedt eine Schule geführt.
1542 forderte die Kirchenordnung Schulen.
1544 erfolgte eine Volksschulordnung durch König Friedrich III. Beide Verordnungen zeigten wenig Erfolg. Christian IV. setzte die Bemühungen fort und forderte die Durchführung der Schulpflicht in Landschulen auf dem platten Lande. Neben religiöser Unterweisung sollten Lesen, Schreiben und Rechnen gelehrt werden. Gelehrt wurde hautsächlich das Lesen; Schreiben war eine nur selten vermittelte Kunst. Das Rechnen blieb meist nur den Jungen vorbehalten. Lehrer sollten die Landgeistlichen sein.
Jede Schule solle mindestens eine Bibel und ein Gesangbuch haben.
1566 Flensburger Lateinschule. (Heute Altes Gymnasium)
1567 Lateinschule in Hadersleben.
Um 1600 gab es zahlreiche Hinweise, dass viele Bauern ihren vollen Namen schreiben konnten.
1624 Schulverordnung von Koldenbüttel.
Um 1700 gab es fast überall in den Kirchspielen Kirchspielschulen und Nebenschulen (dän. Biskole) in den kirchfernen Dörfern.
Weil Eltern den Schulschilling sparen wollten und weil die Kinder in Haus und Hof arbeiten mussten, gingen nur wenige Kinder regelmäßig zur Schule.
Die Schulräumlichkeiten waren immer noch sehr unzureichend (festgetretene Erdfußböden, nicht oder nur notdürftig beheizbar, kalt und dunkel)
Die Lehrer waren häufig selbst nur unvollständig ausgebildet und rekrutierten sich aus abgedankten Soldaten oder weichenden Bauernsöhnen. Allgemein war die Klage, dass es ihnen an Kenntnissen und Tüchtigkeit fehlte. Selbst ausgebildete Schulmeister konnten nicht von ihren Einkommen leben und mussten Landwirtschaft betreiben.
1726 Anlegung von Mädchenschulen in den Städten.
1734 Schulverordnung Gottorf.
1738 Königliches Reskript an die Kirchenvisitatoren, das Schulwesen in guten Stand zu setzen.
1744 Weiteres Reskript die Schulen zu fördern ohne Geld aus der Königlichen Kasse zu beantragen.
1747 kam die königliche holsteinische Schulverordnung die in der Folgezeit auch für Schleswig galt. Nebenschulen sollten weitestgehend abgeschafft werden. Lehrer sollten besser besoldet und deren Nebentätigkeiten in der Landwirtschaft eingeschränkt werden. Unterricht war ganzjährig zu erteilen. Schulbesuch bis zur Konfirmation bei Knaben 16 Jahre, bei Mädchen 15 Jahre. Pastoren sollten die Lehrer und den Unterricht in Abständen von etwa 14 Tagen inspizieren.
1755 Hebammenschule in Flensburg.
1781 Einführung des Lehrerseminars in Kiel und 1786 in Tondern. Dieses wurde finanziell sehr stark von der Ritterschaft unterstützt. Die hier ausgebildeten Lehrer waren den bisherigen turmhoch überlegen. Gehörten Leher bisher zum untersten Stand, so änderte sich dieses jetzt.
1798 Schulregulativ für Nordangeln. Im Wesentlichen ging es um eine Regelung der Lehrerbesoldung und der Teilnahme am Schulunterricht.
Von 84 Schülern der Leibeigenen von Gut Roest besuchten 26 Kinder die Schule überhaupt nicht, die anderen gingen sehr selten zum Unterricht.
1804 Schulregulativ für Süddangeln.
1814 gab es eine allgemeine Schulverordnung (Adlersche Schulreform). Lehrer wurden an Seminaren in Kiel und Tondern ausgebildet und bekamen eine angemessene Besoldung. Zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung wurden Distriktschulen mit Lehrerwohnungen eingerichtet. Für Jungen und Mädchen wurde gleichermaßen die neunjährige Schulpflicht eingeführt. Die Schulrechte gingen endgültig von der Kirche auf den Staat über. Die Adlersche Schulreform blieb im Grundsätzlichen über 150 Jahre gültig.
1922 Heimvolkshochschule Leck.
1927 Verbot der Schuldispensation.
Einen umfassenden Bericht über die Entwicklung des Schulwesens in Angeln findet sich im Jahrbuch des Angler Heimatvereins 1970 Seite 97 - 176)

Schütte
An bestimmten Stellen von Bächen und Flüssen starke Holzsperren an denen man zu gewissen Zeiten mit staken Brettern das Wasser zur Flutung der Wiesen anstaute.

Schüttgelder / Schüterlohn / Feldschütter
1) Abgaben für zuviel Viehauftrieb auf die Allmende (Gemeinschaftsweide).
2) Gelder für in Gewahrsam genommenes Vieh.
3) Geld für den Viehhirten, der das Vieh zur und von der Allmende trieb. Ein Feldhirte erhielt 1872 in Nordfriesland einen Schütterlohn für Vieh und Schafe die er das erste Mal einschütterte, 1 Schilling je Stück und das zweite Mal 2 Schilling.

Schüttkoben / Schütthock / Schütthecken / Schüttmeister
Aus verschiedenen Materialen (Eichenbohlen, Steinen, Hecken) errichtete verschließbare Rinderbuchten (Gatter) in denen entlaufenes Vieh eingeschüttet (eingesperrt) wurde. Häufig waren es Kinder, die das entlaufene Vieh einfingen und zum Schüttkoben brachten, wofür sie einen kleinen Obolus erhielten. Hatten Erwachsene das Vieh eingefangen, wurde es gegen einen "kräftigen Schluck Hochprozentigen" eingelöst. Fast jeder Schüttkoben hatte einen "Schüttmeister" der diesen in Ordnung hielt. Wurde ein Rind innerhalb von drei Tagen nicht eingelöst, ging es in den Besitz des Schüttmeisters über.
In vielen Gemeinden hatte man ein Merkzeichen (Ohrmarke) eingeführt. Jeder Hof hatte für sein Vieh ein im Markebuch aufgeführtes spezielles Merkzeichen. Nun konnten die Besitzer entlaufener Kühe vom Schüttmeister informiert werden.

Schützengilden
Die Geschichte der Schützengilden in Deutschland geht bis ins 12. Jh. zurück. So z. B. Oldenburg in Holstein 1192, Knudsgilde in Flensburg 1170. Weitere alte Schützengilden sind die Flensbuger St. Johannisschützengilde von 1436 und die Nicolai-Schützengilde in Flensburg von 1583. Im 14. Jh. war der Versicherungsgedanke sehr stark ausgeprägt und führte zur Gründung vieler Schützengilden zur Verteidigung der Städte.
Siehe auch unter Friedrichsgarde.

Schuut
Vorbindeschürze. Eine Arbeitskleidung der Mägde aus dunkelblauem Leinen ohne Latz, die lang und breit um den Rock herumging. Gehalten wurden sie von Schuutenbändern. Die unter der Schuut getragene Kleidung konnte durch Bänder hochgezogen werden und war dann bei schmutziger Arbeit noch mehr geschützt. Man nannte dieses "Upschwansen".
Um die Jahrhundertwende kam der baumwollene blauweiße Schuutenstoff auf.
Nach Einführung von künstlichem Dünger fielen Jutesäcke an und aus ihnen fertigten sich die Mägde Sackschuuten.
Die Schuut war auch ein gutes "Tragegefäß". In der aufgerafften Schuut trug man Korn zur Fütterung der Hühner, Buschholz zum Heizen usw.

Schwager
Heute Bruder des Ehepartners. Früher Verwandter im allgemeinen Sinne.

Schwansen
Landschaft im Landesteil Südschleswig (s. d.). Halbinsel zwischen der Eckernförder Bucht und der Schlei.
Um 750 wurde das Gebiet von Dänen und Jüten besiedelt. Zwischen Schlei und Windebyer Noor bei Eckernförde befindet sich ein Teilstück des Danewerks (s. d.)
Von den Angelitern wurden die Schwansener Güntsiedler oder auch die "Jenseitigen" genannt, weil sie jenseits der Schlei wohnten. Umgekehrt nannten die Schwansener die Angelner "Kirschkernschieter". Die Angelner galten als reicher als die Schwansener und konnten sich in ihren Gärten auch Kirschbäume leisten.

Schwarze Gendarmen
Von der deutschen Bevölkerung im Herzogtum Schleswig gefürchtete und verhasste dänisch gesonnene private Polizisten die in der Zeit der Drangsalierung durch die Dänen von 1850 bis 1864 deutschgesonnene Bürger überwachten und mit Verdächtigungen und Denunzinationen quälten.
Siehe auch unter Nationale Erhebung, Sprachreskrit, Schleswig Herzogtum, Wühler.

Schwarzsauer /Swattsuer
Blutsuppe, auch Schwarze Suppe genannt. Traditionelles nordisches Gericht aus Schweineblut, welches bei keinem Schlachttag fehlen durfte.
Zutaten: 750 g Fleisch, Herz, Nieren, Stichstücke und lose Fleischstücke die beim Schlachten abfallen. 1 l Wasser, 1 l Essig, 3/4 bis 1 l Blut vom Schwein, Salz, Pfeffer nach Geschmack und Mehl für Mehlklöse.
Schweineblut gerinnt durch die Zugabe von Essig und wird völlig schwarz. Hinzugefügt werden Schwarten, Rippe, Schwanz, Pfoten und Fleischreste, Gewürze, Zwiebeln, etwas Zucker und Wurzelgemüse. Es ist ähnlich der Blutwurst, wird aber nicht in Darm gefüllt sondern warm gegessen. Dazu gehört immer auch ein Köm (gelber Kümmelschnaps der dem Aquavit ähnelt).

Schweizer
Melker auf einem Gut oder großem Hof.

Schwertfeger
Beruf. Er fertigte Schwerter und Degen.

Schwibbodenherd
Offene Herdstelle ohne Schornstein. Er stand am Ende der Diele eines alten Bauernhauses. Der Rauch zog über den offenen Boden durch das Eulenloch ab.

Schwieger
Schwiegermutter.
Schwieher/Schwäher
Schwiegervater.

Schwienskiek
Ländlicher Brauch während der Schlachtzeit vor dem Schlachttag im Herbst. Nachbarn besuchten sich gegenseitig zum Schwienskiek. Es gab Kaffee und Brot und auch der Punsch blieb nicht aus. Sicher förderte das die nachbarschaftliche Gemeinschaft.

Schwimmen
Selbst "im Land zwischen den Meeren" konnten bis zum 19. Jh. nur sehr wenige Menschen schwimmen. 1798 erschien "Kleines Lehrbuch der Schwimmkunst zum Selbstunterricht". Es dürfte bei uns aber wohl kaum gelesen worden sein.
1810 fand erster Schwimmunterricht, zunächst an Militärschwimmschulen statt. Aber erst 1925 begann man langsam Schwimmen zu lehren und Schwimmkurse wurden ins Leben gerufen.

Schwindgrube
Auch Senkgrube. Eine Abortgrube mittelalterlicher Städte, die in Abständen geleert und deren Fäkalien außerhalb der Städte zum Düngen auf die Felder gefahren wurden.
Siehe auch unter Ehgraben.

Schwindsucht
frühere Bezeichnung für die Infektionskrankheit Tuberkulose, TBC, auch Morbus Koch umgangssprachlich "die Motten".